Naturzeugnisse

Die Naturzeugnisse gehören zu den ersten Offenbarungen Jakob Lorbers. Die dargestellten Teile ("Der Nordpol" und "Der Südpol") schweifen (verglichen mit anderen Offenbarungen) kaum ab und sind daher leicht zu lesen.

Teil 1 "Der Nordpol" wie er Jakob Lorber von "Gott" am 11.10.1840 diktiert wurde:

»Unter allen Erscheinungen auf irgend einem Weltkörper, somit auch auf der Erde, ist keine so vielbedeutend als die Erscheinungen, die sich auf den Polen der Weltkörper ergeben, und von den Polen aus auch über die ganze Oberfläche eines Weltkörpers in allen sonstigen Erscheinungen vorherrschend sind. (...) Bevor wir jedoch diese starre Gegend der Erde mit geistigen Augen ansehen wollen, ist es nötig, dieselbe zuvor mit den Augen des Fleisches näher zu beleuchten. Ein Pol eines Weltkörpers ist derjenige Punkt, der die meiste Ruhe unter allen Punkten der Erde oder irgend eines Weltkörpers hat
(also der geographische Nordpol). - Er ist immer so gestellt, daß er dem Lichte und der damit verbundenen Wärme aus der Sonne am wenigsten ausgesetzt ist (...) Da auf diese Weise weder Licht noch Wärme die Pole der Erde erleuchten und erwärmen kann, so versteht es sich von selbst, daß in Ermangelung dieser Beiden nichts als ewige Kälte und mit der auch eine ununterbrochene Nacht fortwähren muß (vgl. Fotos unten), welche Nacht nur durch das matte Geschimmer der Sterne und die an solchem Punkte fast beständig fortwährenden Nordlichter erhellet wird. - Die Gegend des Poles bietet einen großen trichterartigen Krater (vgl. Fotos unten), der im Durchmesser hundertundachtzig (!) Meilen beträgt (in "Die Erde", Kapitel 7 Vers 6 diktiert "Gott" es seien "nur" 20-30 Meilen). Dieser Krater ist ringsherum von den schroffsten Eisbergen und Klippen umlagert, so zwar, daß es nie auch je einem Sterblichen gelingen wird - in diese geheimnnisvolle Gegend der Erde zu dringen, und da soll jeder verwegene Forscher den Tod seines Leibes dreifach finden. Wird er sich auch verwahren mit Nahrung und Erwärmungsmitteln, so wird ihm doch dieses alles nichts nützen; denn die Kälte ist da so groß, daß selbst was immer für Nahrungsmittel und Brennnmaterialien so sehr erstarren würden, daß sie unmöglich mehr zum Gebrauche geschickt wären; (...) denn so schon Niemand bei euch eine Kälte von 33 Graden nach euerer Messung aushalten kann, was wird er erst machen, wenn die Kälte 90 Grade und darüber erreicht hat?! - Daher, wie schon erwähnt, wird es Niemand gelingen, jemals diese Gegend mit den Augen des Fleisches anzuschauen« (Verse 1-9)



Die zum Touristenschiff umfunktionierte Yamal auf dem Weg zum Nordpol.



Von Murmansk über Franz-Josef-Land ist nach etwa 5 Tagen der Nordpol erreicht.



die TravelShop GmbH (Bildquelle) bietet für jedermann Kreuzfahrten zum Nordpol an. Hier drei Touristen am Nordpol bei strahlendem Sonnenschein. Das Internet ist voll mit Reisberichten vom Nordpol.



Es folgen noch einige "göttliche" Ausführungen zur Thermodynamik

»Jetzt, - woher rührt denn, oder was ist denn eigentlich 'Kälte?' Sehet, alle Definitionen und Bestimmungen, welche je von irgend Naturgelehrten aufgestellt worden sind, sind ebenso gut, als wenn davon nie jemand etwas gesprochen hätte; denn die Kälte ist weder (...) noch viel weniger ist sie die Abwesenheit der Wärme
(schade - das wäre es gewesen), sondern sie ist nichts als eine Wirkung der außerordentlichen Verdichtung (genau falsch herum) der Luft, so wie die Wärme und die Hitze nichts ist, als gerade das Gegenteil, nämlich eine außerordentliche Verdünnung der Luft. (...)« (Vers 10 und Folgende)

Auch die Nordlichter und Passatwinde erklärt "Gott" durch komprimierte Luft (Verse 16ff). Nach einigen Ausführungen zu den Geistern, die am Nordpol hausen, erfahren wir mehr über jenen geheimnisvollen Krater:

»Was den Krater des Nordpols betrifft, so sieht dieser am meisten ähnlich der Einmündung eines Apfels, wenn ihm der Stil ausgerissen wird, und geht da eine solche Mündung in einem Kanal von einem Durchmesser von taufend Klaftern sich immer mehr und mehr beengend bis in den Mittelpunkt der Erde und ist gleichsam der Mund der Erde, durch welchen sie ihre gedeihliche Kost aus den unendlichen Räumen, welche erfüllt sind von Meiner Barmliebe, saugt, und der Südpol, so ihr es annehmen wollt, gleicht demnach dem Entleerungkanal (Erdafter); doch worin diese Kost besteht, wird euch erst später einmal bei der Enthüllung der Sonne gesagt werden.« (Vers 27)

Das Loch hat man trotz seines gigantischen Ausmaßes bis heute nicht gefunden. Zwar gibt es metergenaue Satellitenaufnahmen der Erdoberfläche incl. der Polarregionen, Personenflüge über und Massentourismus am Nordpol, das sollte aber niemanden abhalten selbst mit einem GPS-Empfänger zum Nordpol zu fahren und das Loch zu suchen (vgl. Vers 9).



Teil 2 "Der Südpol" wie er Jakob Lorber von "Gott" am 14.10.1840 diktiert wurde:

»Wie sieht denn eigentlich der Südpol aus? Ihr werdet meinen - gerade so wie der Nordpol; allein Ich sage aber, er sieht ganz gewaltig anders aus (...) Der Nordpol hat nur einen Krater, wie ihr wisst, und der Südpol sieben. Jedoch, was die Umfassung des Südpoles betrifft, so ist dieser nicht von so schroffem Eis- und Felsenriffen umlagert wie der Nordpol; sondern die Umlagerung müßt ihr euch denken wie aus großen halbzerdrückten Kugeln bestehend (...) Wenn es je einem Sterblichen möglich wäre, diesen großen Pol der Erde zu überschauen, so würde er in der Mitte einen großen Krater entdecken, der in sich in zwei schneckenartigen Gewinden in einen großen Trichter einmündet (...) Der Durchmesser des Hauptkraters beträgt fünfzig deutsche Meilen
(vgl. Fotos unten) (...) Wenn die Luft zu dieser Zeit sich ebenfalls sehr verdichtet, so entstehen zwar wohl auch Entzündungen; allein ihr Licht hat viel zu wenig Intensität, als daß es fähig wäre, die umdunstete Gegend zu erleuchten, und gleicht mehr dem Lichte einer Spirituslampe; auch ist diese Luft aus naturmäßigen Rücksichten deswegen bei der größten Kompression weniger entzündbar, da ihr Stickstoffgehalt den Sauerstoff bei weitem überwiegt, was bei den nördlichen Polargegenden gerade der umgekehrte (?!) Fall ist. Aus dieser Ursache ist auch der Südpol noch um viele Grade kälter, als der Nordpol (...) daher auch das Eis des Südpols weiter heraus reicht, als das Eis des Nordpols, und daher auch der Südpol noch viel weniger je von irgend einem verwegenen Landsucher erreicht wird, als selbst der Nordpol (vgl. Fotos unten) (...) jedoch macht zum ganzen Rundverhältnisse der Erde dieses beinahe so viel als nichts aus, da seine Erhöhung nur in Allem kaum zwanzig Meilen (!) beträgt, gegen welche Erhöhung freilich ein jeder andere Berg der Erde als ein kleinwinziger Zwerg erscheint (Zwanzig Meilen ist etwas viel. In "Die natürliche Sonne", Kapitel 10, Vers 6 lässt uns "Gott" wissen, dass die höchsten Berge der Erde maximal eine Meile hoch sein können - das ist nun wieder etwas zu wenig...) (...) Nun gehen wir also zur tätigen Beschaffenheit des Mittelkraters. (...) Fürs Erste geht diese Doppelmündung, sich immer etwas vergrößernd, vom Mittelpunkte der Erde aus, (...) durch welchen das negative magnetische Fluidum gleich einem wogenden Feuerstrome mit großer elektrischer Schnelligkeit hinausgeführt wird. Erreicht nun diese qualmende Kraft durch dieses lange Schneckengewinde die Oberfläche, so wird sie sichtbar als ein weithin in die Regionen des äthers qualmendes schmutzig gelbes Flammenlicht (vgl. Fotos unten); und weil eben dieser Feuerstrom beständig hinausstößt in den ihm gerade entgegengesetzten Äther, so geschieht durch solches unablässiges Treiben und Treiben durch diese beiden schneckenartigen Gewinde eine Nötigung der Erde selbst, und von dieser Nötigung hängt dann der tägliche Umschwung der Erde um ihre Achse ab.« (Verse 6-25)

In den folgenden Versen wird ausführlich erklärt, wie diese Ausscheidungen als Raketenantrieb (!) sowohl für die Rotation der Erde (vgl. auch "Die natürliche Erde", Kapitel 7) als auch für die Bewegung der Erde um die Sonne verantwortlich ist. Hier ein paar Fotos vom unerreichbaren, ewig finsteren Südpol mit der riesigen Verdauungsöffnung der Erde und dem Raketenantrieb:



Roland Amundsen erreichte am 14. Dezember 1911 (47 Jahre nach Lorbers Tod) als erster Mensch den Südpol (maximal 200 Meter Abweichung) und am 12. Mai 1926 den Nordpol ohne in eines der Löcher zu stürzen.



Heute steht am Südpol (die gestreifte Stange ist die Markierung) ein Forschungszentrum, in dem Wissenschaftler aus aller Welt arbeiten:



Eindücke vom Leben am Südpol
Live-Webcam vom Südpol

»Mit dem Verstande aber besehen wird es euch immer mehr und mehr zu befremden anfangen (...) Daher sollet auch ihr euren Verstand unter den Gehorsam des reinen Gefühles im lebendigen Glauben aus der Liebe zu Mir vollends gefangen nehmen! So werdet ihr alle Dinge schauen, wie sie sind, und dann erst werdet ihr klar und deutlich einzusehen anfangen, wo die ewige Sonne der Wahrheit und Wirklichkeit leuchtet. Dieses Wenige sei euch gesagt, damit ihr in der Zukunft merken sollet - mit welchem Maßstabe Meine Offenbarungen zu bemessen sind. Amen. Das sage Ich, der große Meister in allen Dingen. Amen, Amen, Amen.«

Damit enden vorerst die "göttlichen" Weisheiten zu Nord- und Südpol.


Die Erde gem. Neuoffenbarung im Querschnitt,
gezeichnet von einem Lorberfreund
Quelle: www.j-lorber.com



Zitate: Erstausgabe kleinere Naturzeugnisse 1906 (pdf)


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