Heilslehre

Das Evangelium (übersetzt: die "Frohe Botschaft") erzählt von Gott, der als Jesus zu uns kommt um uns zu erlösen. Jesus macht aber nicht nur den ersten Schritt. Durch sein Leben und besonders durch sein Sterben versöhnt er uns vollkommen mit Gott. Gott begegnet uns mit Liebe, die wir nicht verdient haben, denn er weiß, daß diese Erfahrung uns verändert. In der Neuoffenbarung nach Jakob Lorber wird diese zentrale Aussage des ganzen christlichen Glaubens auf den Kopf gestellt. Nach dem "Jesus" von Jakob Lorber muß der Mensch seine Erlösung selbst vollbringen:

»Was sich der Mensch mit seinen ihm verliehenen Kräften nicht als selbsttätig verschafft, das kann und darf ihm auch Gott nicht verschaffen, ohne ihn zu richten!«

(Großes Evangelium Johannes 1, Kapitel 220, Vers 6)


 
 
»Warum war die Erlösung nötig an der Seite des mosaischen Gesetzes, da zur Wiedergeburt nichts als die Haltung des Gesetzes aus reiner Liebe zu Mir benötiget wird? (...) hat er sich bis dahin gedemütigt tief unter Meiner Größe Macht und Stärke, so kommt es nun auf das Wäschebalgen an - das ist und wird verstanden durch genaue Haltung der sieben noch übrigen Gebote, wodurch er sich sogar tief unter seinesgleichen erniedrigen soll, und soll gefangennehmen alle seine bösen Begierden, und solle brechen ganz und gar seinen Willen und untertan machen alle seine Begehrungen und selbst die leisesten Wünsche seines Herzens Meinem Willen; dann werde Ich kommen mit der Liebe und erwärmen die Wohnstätte seines Geistes.«

(Himmelsgaben Band 3, 15. und 17. Juni 1840: "Die Erlösung")
 

         
»Als Jesus dort vorbeikam, entdeckte er ihn. "Zachäus, komm schnell herunter!" rief Jesus. "Ich möchte heute dein Gast sein!" Im Nu war er vom Baum herunter und nahm Jesus voller Freude mit in sein Haus. Die anderen Leute empörten sich über Jesus. "Jeder weiß doch, daß Zachäus nur durch Betrug reich geworden ist! Wie kann Jesus nur dieses Haus betreten!" Zachäus wurde auf einmal sehr ernst: "Herr, ich werde die Hälfte meines Vermögens an die Armen verteilen, und wem ich am Zoll zuviel abgenommen habe, dem gebe ich es vierfach zurück." Da sagte Jesus zu ihm: "Heute ist ein großer Tag für dich und deine Familie; denn Gott hat euch heute als seine Kinder angenommen. Du warst einer von Abrahams verlorenen Söhnen. Der Menschensohn ist gekommen, Verlorene zu suchen und zu retten."«

(Lukasevangelium, Kapitel 19, Verse 5 bis 10 nach der Übersetzung "Hoffnung für alle")
 
 

Noch deutlicher wird die Diskrepanz zwischen Bibel und Neuoffenbarung bei dem Kreuzestod Jesu. Der Vorhang im Tempel zerreißt (Markus 15,37-38). Das Symbol für die Trennung des Menschen von Gott ist zerstört. Der Zugang zu Gott ist frei. Der Fisch, der in der anbrechenden Verfolgung der ersten Christen als Geheimzeichen verwendet wird, bringt die Botschaft des christlichen Glaubens auf den Punkt: Jesus-Christus-Gottes-Sohn-Retter.

»Jesus wußte, daß nun sein Auftrag erfüllt war. Da erst sagte er (und wieder erfüllte sich damit eine Voraussage der Heiligen Schrift): "Ich habe Durst!" In der Nähe stand ein Krug mit Essigwasser. Die Soldaten tauchten einen Schwamm hinein, steckten ihn auf einen Stab und hielten den Schwamm Jesus an den Mund. Als Jesus davon getrunken hatte, rief er: "Es ist vollbracht!" Dann ließ er den Kopf sinken und starb.«

(Johannesevangelium, Kapitel 19, Verse 28 bis 30 nach der Übersetzung "Hoffnung für alle")

Dazu Jakob Lorber in der Neuoffenbarung, bzw. Paulus in der Bibel:
 
 
»(Der HERR:) „Ich gebe euch damit eine Gottes- und Lebenslehre, die von jeder Zeremonie so ferne ist wie ein Himmelspol vom andern; da bedarf es keines Sabbats, keines Tempels, keines Bethauses, (...) In dieser Lehre ist der Mensch in sich alles in allem und braucht sonst nichts als nur sich selbst.«

(Großes Evangelium Johannes 5, Kapitel 132, Vers 1)

»Es heißt dann freilich: „Es ist vollbracht!“ Aber was? - Mein eigener Kampf um euch; denn mehr kann Ich nicht tun, als euer Schöpfer, Gott und Herr und das ewige Leben Selbst euren Tod auf Mich nehmen! (...) Es ist freilich vollbracht; aber nicht für euch, sondern leider nur für Mich Selbst (...)«

(Schrifttexterklärungen zu Johannes 19, 28. Dezember 1843, Verse 12 und 14)
 

         
»Gott aber hat uns seine große Liebe gerade dadurch bewiesen, daß Christus für uns starb, als wir noch Sünder waren.«

(die Bibel, der Brief des Paulus an die Römer, Kapitel 5, Verse 7 nach der Übersetzung "Hoffnung für alle")

»Darum wollen wir Gottes herrliche, unverdiente Güte rühmen und preisen, die wir durch Jesus Christus, seinen geliebten Sohn, erfahren haben. Denn durch das Sterben Jesu am Kreuz sind wir erlöst, sind unsere Sünden vergeben. Und das verdanken wir allein Gottes unermeßlich großer Gnade, mit der er uns so reich beschenkt hat.«

(Brief des Paulus an die Epheser, Kapitel 1, Vers 7 nach der Übersetzung "Hoffnung für alle")




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