Erziehungsratgeber


Das gute Verhältnis von Jesus zu Kindern wird in der Bibel immer wieder beschrieben und in Liedern besungen. Jesus machte dabei seinen Jüngern das Vertrauen und die Unbeschwertheit von Kindern zum Vorbild:

»Und sie brachten Kinder zu ihm, damit er sie anrühre. Die Jünger aber fuhren sie an. Als es aber Jesus sah, wurde er unwillig und sprach zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes. Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht empfängt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er herzte sie und legte die Hände auf sie und segnete sie.«

(Markusevangelium, Kapitel 10, Verse 13-16 nach der Lutherübersetzung)


Ganz anders die Neuoffenbarung, z.B.:

»Merket euch diese Lehre aus den Himmeln! Strafet eure Kinder, so sie lachen; lieber höret sie weinen denn lachen! Denn das Lachen entsteht aus der Hölle, die allzeit voll des höhnischsten Lachens ist.«

(Großes Evangelium Johannes, 1. Band, Kapitel 169, Vers 18)


Kritikern wird von Lorberfreunden oft vorgeworfen, diese Aussage wäre aus dem Kontext gerissen und ungefährlich, da kein Lorberfreund diese Stelle auf normales Kinderlachen beziehen würde, sondern immer nur auf schadenfreudiges Lachen. Das Auslachen eines Halbblinden war aber nur der Ausgangspunkt des in der Neuoffenbarung dargestellten Gespräches. Die Engel belehren bereits in Vers 15, die Menschen sollten gar nicht oder nur höchst selten lachen. Und auch danach, dass Possenreißer und Komödianten die Menschen für die Hölle zurichten. Es geht demnach also grundsätzlich um das Lachen.

Auch in dem Ratgeber "Die Erziehung unserer Kinder" des Verlages Lorber und Turm von 2003, wird diese Stelle angeführt. Interessanterweise wird gerade hier auf den Kontext verzichtet. Der Ratgeber ist eine reine Zusammenstellung von Zitaten Lorbers und Swedenborgs. Einzelne Empfehlungen, wie die, Kinder zu brechen ("Lebensworte der Ewigen Liebe" S.286 oder S.110 im Ratgeber), gehen zwar, ohne dass besonders darauf hingewiesen wird, in Wirklichkeit auf die Niederschrift von Ida Kling zurück, der Verlag führt als Autor des Gesamtwerkes dennoch Jakob Lorber an. Auf diese Stellen soll hier nicht weiter eingegangen werden. Wie bisher wird nur untersucht, was Jakob Lorber selbst angeblich von Gott diktiert wurde. Und diese innere Stimme diktierte neben der Belehrung zum Kinderlachen noch weitere kritische Passagen, z.B.

»
O Herr, wie sollen die Kinder erzogen werden

(...) es kann dies nicht anders geschehen, als durch die gänzliche Abtötung des Fleisches und volle Gefangennehmung des Willens (...) Alles, was die Kinder starrsinnig begehren, müsset ihr ihnen versagen, und wäre es auch Gutes, damit nicht der ihre, sondern euer Wille lebendig werde (...) Beim Rechttun belobet nicht und noch weniger belohnet die Kinder! (...) Und hat ein Kind (...) etwas getan, das da scheine, als wäre es etwas Gutes, dann fraget es ja haarklein aus, was es dazu bewogen habe. Und habt ihr es bis auf den Grund erfahren, ob es aus Eigenliebe, oder aus Liebe zur Pflicht, oder aus Liebe zu euch, oder aus Liebe zu Mir geschehen ist, so richtet danach allezeit euer Miß- oder Wohlgefallen. Aber mit euren Liebkosungen seid sparsam wie der Winter mit den warmen Tagen (...)

Die Knaben lehret blindlings gehorchen (...) bestrafet deren Neugierde und zu große (zuchtlose) Spielsucht und weiset sie strenge zur Ruhe.

Die Mädchen aber haltet daheim (...) Und willfahret ja nie auch nur im allergeringsten irgendeinem Wunsche, bevor euch nicht klar geworden die geheimste Quelle desselben. Hütet sie sorgfältigst vor Zusammenkünften mit fremden Kindern (...)

Höret eure Kinder lieber weinen in der Kränkung ihrer verderblichen Eitelkeit als frohlocken in ihren allezeit hochmütigen Weltfreuden, damit ihr gleich werdet den Engeln im Himmel, die große Freude haben an den reuig Weinenden der Welt.

Ein zorniges Mädchen soll fasten siebenmal so lange, als ihr Zorn gedauert hat, damit sie sanft werde wie eine Taube. Eure Liebe sei ihnen verborgen (...)

Sehet, das ist der Weg des Lebens für eure Kinder! Und das ist der einzige, und außer diesem gibt es keinen, wie es außer Mir keinen Gott mehr gibt. Wer ihn wandeln will, der wird Segen finden und erkennen, daß er aus Mir ist. – Wer aber tun wird nach dem Buche der Welt, der wird auch da seinen Lohn sicher finden bei dem Fürsten der Welt im Pfuhle der Ewigkeit. – Amen. Ich, Gott, der Allerheiligste, und Jesus, als Vater. – Amen.«

(Himmelsgaben I, vom 8. Juni 1840: "Über Kindererziehung")


Auch hier wurde der besseren Lesbarkeit und Fokussierung willen der Text gekürzt. Durch den Verzicht auf die ausschweifenden frömmelnden Verklärungen dieser seelischen Kindesmisshandlung wurde der Text letztlich auch entschärft. Ich kann deshalb die Lektüre des vollständigen Zitates (s.u.) nur empfehlen.

Trotzdem - so argumentieren viele Lorberfreunde: Kein Lorberfreund würde solche oder andere Stellen verwenden, um daraus unmenschliche Erziehungsmethoden abzuleiten. Dabei wissen viele Kinder von Neuoffenbarungsfreunden Gegenteiliges zu berichten. Und erst vor kurzem kostete eine aus der Neuoffenbarung abgeleitete Erziehung einem fünfjährigen Mädchen das Leben. Vergleichen wir also die im Jahr 2010 vor Gericht verhandelte Erziehungsrealität mit den Empfehlungen des genannten Erziehungsratgebers und den Offenbarungen Lorbers:



»Zum Prozessauftakt wurde vor allem der heute 44-jährige, in London geborene Vater der zwei Mädchen ausführlich befragt. Der Mann gibt die ihm vorgeworfenen Handlungen zwar zu, bezeichnet seine Erziehungs- und Strafmethoden jedoch als nützlich, sinnvoll, und zweckmäßig – und in erster Linie als gottgewollt. Vor Jesus Christus, so der große, schlaksige, sportlich-jugendlich wirkende Mann in Bluejeans und Kurzarm-Shirt, sei er unschuldig, vor dem «Weltgericht» und den «Weltmenschen» möglicherweise nicht. Immer und immer wieder berief sich der Mann auf Gott und auf dessen (seiner Meinung nach) wichtigsten Propheten auf Erden: Jakob Lorber.
Lorber lebte von 1800 bis 1864 in der Steiermark und bezeichnete sich selbst als «Schreibknecht Gottes». Er hat ein umfangreiches, höchst umstrittenes Werk hinterlassen und unter anderem auch seine unerbittlichen Vorstellungen zur Kindererziehung festgehalten:


Wer das Kind nicht züchtige, liebe es nicht. »Siehe, es ist wohl recht, eine strenge und gute Hauszucht bei den Kindern zu halten, und sehr lobenswert ist es, die Mädchen vor der Welt zu verwahren«
(Großes Evangelium Johannes II, 112,4 oder S.79 im Ratgeber)

»Was taten Henoch und Mathusalah in deinen Knabenjahren mit dir, so du unbändig warst? Siehe, du wardst mit scharfer Rute gezüchtigt! Sage es dir selbst, ob dich die Väter aus zerstörendem Zorne oder ob aus einer gerechten Liebe gezüchtigt haben?! Du kannst nicht umhin zu sagen: ,Solches haben die Väter aus gerechter Kinderliebe getan; denn sonst wäre ich gleich einem reißenden Tiere aufgewachsen und wäre ein Unmensch geworden!«
(Haushaltung Gottes III, 120, 3ff)

»Aber die Zuchtrute muss nicht in der Hand des Zornes, sondern in der Hand der wahren Liebe geführt werden!«
(Großes Evangelium Johannes II, 154,16)

»Darum, wenn du jemanden züchtigest, da züchtige ihn mit Liebe und nie mit dem Zorne!«
(Großes Evangelium Johannes II, 164,04)
 
Die «törichte Brut» müsse Gehorsam lernen, »Die erste Pflicht des Kindes ist, gehorsam zu sein den Eltern, die ihm von Gott gegeben sind.«
(Himmelsgaben II, S. 19,1 oder S.62 im Ratgeber)

»Er sollte daher nicht anhören die allfälligen Klagen seiner Kinder, sondern nur allezeit unerbittlich und strenge genau untersuchen die Werke des blinden Gehorsams sowohl gegen seinen Willen wie gegen die häusliche Leitung der Mutter«
(Himmelsgaben I, S. 256,2 - 257,4 oder S. 63 im Ratgeber)

»was die Seele anbelangt, verwahre man sie wohl in eiserne Kammern, das heißt, man lasse ihnen, so lange sie noch irgendeines Unterrichtes bedürfen, keinen freien Willen«
(Himmelsgaben I, S. 245,1 - 248,16 oder S. 36 im Ratgeber)

»Wollet ihr nun aus eurer Brut neu zeugen Kinder der Liebe, so müsset ihr blind sein gegen eine niedliche und geschmeidige Fratze und taub gegen jeden ihrer törichten Wünsche und müsset schon frühzeitig gefangennehmen jeden Funken ihres bösen Eigenwillens, damit da Raum werde für Meine Liebe und für einen neuen Willen daraus. Alles, was die Kinder starrsinnig begehren, müsset ihr ihnen versagen, und wäre es auch Gutes, damit nicht der ihre, sondern euer Wille lebendig werde durch die Ergebung und den gerechten und heilsamen Gehorsam in ihren Herzen.«
(Himmelsgaben I, 8. Juni 1840)
 
was sie starrsinnig begehre, müsse ihr versagt werden, »Ein Kind bis ins siebente Jahr ist stets noch bei weitem mehr Tier als Mensch. Denn was bei dem Kinde Mensch ist, das liegt zumeist noch in einem tiefen Schlafe begraben. Da also ein Kind bei weitem mehr Tier denn Mensch ist, so hat es auch nur sehr viele tierische und dabei sehr wenige der wahrhaft menschlichen Bedürfnisse. Nur das Nötigste werde ihnen gereicht!«
(Großes Evangelium Johannes IV, 124,13 oder S. 58f im Ratgeber)

»setze sie aber an einen mit allerlei süßen Speisen besetzten Tisch und verbiete ihnen, etwas davon zu genießen, und du wirst bald Tränen in ihren Augen und noch mehr Eßlustwasser in ihrem Munde entdecken. Aber dessen ungeachtet hast du dennoch recht; denn wie ein weiser Vater seinen Kindern, um sie in der höchst wichtigen Tugend der Selbstverleugnung zu üben, auch dann und wann Leckerspeisen vorsetzen wird, die zu essen ihnen untersagt sein werden, ebenso scheint unser himmlischer Vater uns auch von Zeit zu Zeit geistige Speisen aufzutischen, die zu genießen uns so lange vorenthalten sein sollen«
(Großes Evangelium Johannes II, 73,11 oder S. 30 im Ratgeber)
 
man höre die Kinder lieber weinen als frohlocken »Merket euch diese Lehre aus den Himmeln! Strafet eure Kinder, so sie lachen; lieber höret sie weinen denn lachen! Denn das Lachen entsteht aus der Hölle, die allzeit voll des höhnischsten Lachens ist.«
(Großes Evangelium Johannes I, 169,18 oder S.65 im Ratgeber)

»Höret eure Kinder lieber weinen in der Kränkung ihrer verderblichen Eitelkeit als frohlocken in ihren allezeit hochmütigen Weltfreuden, damit ihr gleich werdet den Engeln im Himmel, die große Freude haben an den reuig Weinenden der Welt.«
(Himmelsgaben I, 8. Juni 1840)


– um nur einige Müsterchen aus Lorbers Schriften zu nennen, die vor Gericht zitiert wurden.

Schläge, Hunger, Kaltduschen


An solche Vorstellungen und auch an die übrigen Lehren Lorbers hielt sich der 44-jährige Engländer getreulich, als er seine beiden Töchter in einem Flarzhaus in Wila erzog; die Kinder waren ihm von den Müttern zu diesem Zweck übergeben worden. In der Hausgemeinschaft in Wila lebten neben dem leiblichen Vater also nicht die beiden Mütter, sondern eine heute 62-jährige Sozialpädagogin sowie die damalige Freundin des Engländers, eine heute 26-jährige Frau. Alle drei Erwachsenen machten mit, wenn die Kinder gemaßregelt wurden: »So gab Ich ("Jesus") ihnen auch sehr kräftige Grundrisse von der wahren Zucht der Kinder und zeigte ihnen, wie eine schlechte Kinderzucht mit der Zeit alle erdenklichen Übel zur Folge haben muss, geistig und leiblich.«
(Großes Evangelium Johannes I, 120,16)
 
mit Schlägen auf das nackte Hinterteil, mit stundenlangem Stehen an der Wand oder stundenlangem Sitzen, mit kaltem Abduschen, »Die Seelenkrankheiten der Kinder können am besten durch eine gut geordnete Zucht, bei der die Rute nicht fehlen soll, geheilt werden«
(Großes Evangelium Johannes I, 79,3)
 
Nahrungsentzug »Wird aber bei einem oder dem andern (Kind) trotz all der Vorsichten bemerkt, dass nicht selten Gemütsaufbrausungen vorhanden sind, da ist eine zweckmäßige Strafe nie zu versäumen, welche jedoch nicht so geschwind mit Schlägen sondern viel wirksamer und gedeihlicher mit zweckmäßigem Fasten bei der Hand sein sollte; denn nichts heilt den Zorn besser als der Hunger, und Hungernde sind am wenigsten zu einer Revolution aufgelegt(…)«
(Erde und Mond, 62,12-13 oder S.90 im Ratgeber)
 
oder erzwungenem Treppensteigen. Vor allem das jüngere Mädchen musste schlimme Strafen erleiden – weil es in die Hose machte oder das Bett nässte. Der gottesfürchtige Vater empfand ein solches Verhalten als Trotz und Machtkampf des Kindes, dem er mit größter Strenge zu begegnen hatte. Das zum Todeszeitpunkt knapp fünfjährige, nur noch zwölf Kilogramm schwere Mädchen »Ein zorniges Mädchen soll fasten siebenmal so lange, als ihr Zorn gedauert hat, damit sie sanft werde wie eine Taube.«
(Himmelsgaben I, S.37,16 oder S.90 im Ratgeber)
 
musste nächtelang stehend an einem Schrank ausharren oder nächtelang am Boden schlafen. Teilweise wurden dem Kind die Hände mit Klebband an die Wand geheftet. »Ich setze aber den Fall, es ist ein Kind so arg, dass es sich nicht fügen will in eure Ordnung, und ist beständig wider dieselbe, was werdet ihr wohl tun mit dem Kinde? Ich sage, ihr werdet es züchtigen und das im gleichen Maße mehr, je mehr es eurer Ordnung widerspricht, und wenn auf alle eure Züchtigungen das Kind in seiner Freiheit statt besser immer schlechter und am Ende sogar eurer Ordnung gefährlich wird, sagt, was werdet ihr mit dem Kinde dann tun? Werdet ihr nicht selbst sagen: (…) ich will ihm die Hände und Füße binden, es in einem verschlossenen Gemache bei sparsamer Kost wohl verwahren und geduldig abwarten die Zeit, ob es sich nicht doch einmal reuig in sich gehen und zu Meiner Ordnung zurückkehren wird.«
(Himmelsgaben I, S.203,8-17 oder S.57 im Ratgeber)
 
All diese nach Auffassung des Staatsanwalts «folterähnlichen, tyrannischen» Strafen ordnete der Vater nach seinen Zwiegesprächen mit Gott an, weil er für seine Töchter ja nur das Beste wollte: wie er vor Gericht mehrmals und äußerst selbstbewusst ausführte.«

Hürlimann, Brigitte: Ein grausamer Erzieher – im Namen Gottes
Neue Zürcher Zeitung, 30. November 2010



Inzwischen wurde der Vater Mark W. wegen der schweren Misshandlungen seiner Kinder zu neuneinhalb Jahren Gefängnis und die mitwirkende Pädagogin zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. In der Zeit zwischen dem Tod des Kindes und dem Gerichtsverfahren zeugte Mark W. mit einer weiteren Frau ein weiteres Kind (vgl. nächstes Kapitel). An den Erziehungsmethoden hält er, laut Gerichtsprotokoll, trotz dem qualvollen Tode seiner Tochter, weiter fest, da er sie nach wie vor als von Gott persönlich geoffenbart ansieht.

Das tragische Schicksal von Gabriele und Salome ist, abgesehen vom Tod der kleinen Gabriele, sicher kein Einzelfall. Denn hätte sie ihr Martyrium überlebt, wäre wohl weiterhin niemand eingeschritten und der Fall bliebe weiter unbekannt. Dazu die Schweizer SonntagsZeitung vom 5.12.2010:

»Es geschah hinter verschlossener Tür. Niemand sah, welch grausame Strafen die kleinen Mädchen, Salome, 7, und ihre Halbschwester Gabriela, 4, erleiden mussten.«

Trotzdem gab es Verhaltensweisen der Kinder, die bei genauem Hinsehen auffielen:

»Die Kindergärtnerin und die Lehrerinnen hatten sich über Monate Notizen gemacht, festgehalten, was ihnen an Salome aufgefallen war. Der damalige Präsident der Primarschulpflege Wila sagt: «Signale, dass das Kindeswohl gefährdet ist, waren da.» Nach anderthalb Jahren wurde die Kinderschutzgruppe informiert. Sie kam im März 2006, wenige Wochen vor Gabrielas Tod, zum Schluss, die Faktenlage sei zu dünn, um die Vormundschaftsbehörde zu alarmieren. Man wollte weitere Beweise sammeln.«

Dazu kam es nicht mehr. Am 9. Mai 2006 fand sie der Hausarzt splitternackt vor der Treppe liegend.

»Marc W. und Lea K. hatten vorgetäuscht, das Mädchen sei die Treppe heruntergefallen. Der behandelnde Arzt im Kinderspital sagt vor Gericht: «In den über 20 Jahren auf der Intensivstation habe ich noch nie etwas so Schlimmes gesehen.» Schwerste Zeichen von Misshandlung, Hirnverletzungen, alte und neue Blutergüsse und: «Grotesk, diese Abmagerung, absolut grotesk, das vergisst man nie.» Das Untergewicht sei so massiv gewesen, dass es jedem Laien aufgefallen wäre. Die knapp 5-jährige Gabriela wog 12 Kilo, was dem Gewicht einer Zweijährigen entspricht.«

Es genügt deshalb nicht, Extremfälle abzuurteilen. Eltern sollten schon im Vorfeld davor gewarnt werden, ihre Kinder nach solchen Offenbarungen zu erziehen:

»Merket euch diese Lehre aus den Himmeln! Strafet eure Kinder, so sie lachen; lieber höret sie weinen denn lachen! Denn das Lachen entsteht aus der Hölle, die allzeit voll des höhnischsten Lachens ist.«


Das komplette Zitat zum "Erziehungsratgeber"


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